Auf ans basteln

Das Warten hat endlich ein Ende: Alle Teile sind angekommen, wobei die NVMe echt auf sich hat warten lassen. Aber halb so wild, so hatte ich noch mehr Zeit mich in das Thema einzulesen und zu schauen, ob ich nicht was übersehen habe.

Aber egal: PC geöffnet und losgelegt. Zuerst habe ich die eingebaute SSD entfernt, um alle SATA-Ports für die Festplatten frei zu bekommen. Dann habe ich die Stromkabel, welche ins Nichts verlegt wurden, angeschaut und shit: das ist ja keine normales Kabel für SATA-Anschlüsse. Aber erstmal egal, ein Splitter ist bestimmt noch in meiner Kabel-Box; also erstmal weiter gemacht.

NAS von innen mit 4 Festplatten

Angefangen mit dem Herzstück des neues Systems: Der NVMe-SSD. Das ist zwar nicht die größte oder neuste SSD, aber mit 128GB immer noch mehr als groß genug für ihren Zweck: Das Betriebssystem und dessen Protokolle. Also SSD genommen und in den M.2-Slot gesteckt und befestigt... Oder auch nicht, da die Schraube fehlt... Naja, dann muss halt ein bisschen Klebeband reichen. Weiter ging es mit den Festplatten. Zum Glück hat der alte PC zwei Käfige dafür, also habe ich da die ersten beiden befestigt. Die nächsten beiden habe ich dadrüber mit Kabelbindern fest gemacht und Filzkleber zur Vibrationsdämpfung angebracht. Bevor ich mich um die 5. Platte gekümmert habe, habe ich erstmal geschaut, ob ich die vier eingebauten Platten schonmal anschließen kann: Also in die Kabel-Box geschaut und doch keinen Splitter gefunden. Und als ob das nicht schon nervig genug gewesen wäre sind die vorhandenen Kabel teilweise nicht lang genug, also brauche ich auch noch eine Verlängerung.

NAS von innen vorerst fertiggestellt (mit Kabelsalat)

Nachdem dann auch die Kabel angekommen sind habe ich weiter gemacht. Zuerst wollte ich die fünfte Festplatte dort anbringen, wo Platz für einen CD-Laufwerk ist, aber das hat sich leider als nicht möglich erwiesen, ohne das ganze Gehäuse auseinander zu rupfen. Ich habe mich dann dazu entschieden, sie darunter anzubringen, also mit Kabelbindern aufzuhängen. Dann zum Schluss habe ich nur noch die Kabel angebunden (was ein bisschen im Kabelsalat geendet ist, aber Hauptsache es funktioniert :D).

Da die Hardware fertig ist (zumindest fast, da ein gewisser Idiot vergessen hat den RAM, den er rumliegen hat einzubauen), fehlte nur noch das Betriebssystem. Und das war sehr einfach zu installieren:

  • 1. ISO auf einen USB-Stick ziehen
  • 2. USB-Stick in den Rechner stecken
  • 3. Boot-Einstellungen im BIOS ändern
  • 4. Einfach den Aufforderungen auf dem Bildschirm folgen

Fazit

Jetzt wo ich das System ca. einen Monat im Betrieb hatte und testen konnte, muss ich sagen, dass sich das ganze wirklich gelohnt hat. Das umbauen war super einfach, da ich mich nur darum kümmern musste die Festplatten unterzubringen und das Anschließen einer M.2-NMVe ist auch kein Hexenwerk.

Das Einrichten des Betriebssystems ist auch super simpel und wie man die Pool und Apps konfiguriert erklärt sich quasi von selbst. Da ich bis jetzt nur Immich als App wirklich verwende kann ich nicht all zu viel darüber erzählen, aber alles was ich da getestet habe funktioniert ohne Probleme. Auch der Pool und die damit verbundenen Data-Sets lassen sich super einfach verwalten: Zugriffsrechte, Datenlimits, SMB-Shares lassen sich alle über eine einfache Oberfläche einstellen.

Alles läuft super flüssig (auch wenn ich die weiteren 8GB RAM zum Zeitpunkt des Schreibens immer noch nicht eingebaut habe). Und mit den 18TB bin ich super versorgt für die nächsten Jahre. Ich kann wirklich empfehlen das ganze auch zu machen, wenn man die Sachen dafür hat und eh schon mit dem Gedanken spielt ^^